Nikole Tantra
Frau praktiziert Pranayama auf einer Segelyacht im Mittelmeer – bewusste Atmung, Yoga, Entspannung und innere Balance während einer Tantra-Sitzung in München.
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Veröffentlicht am 14. Juli 2026 · Nikole

Was ist Pranayama? Die Kunst des Atmens, die deinen Zustand verändert

Was ist Pranayama?

Wer bereits eine Sitzung bei mir erlebt hat, weiß, dass Atemtechniken ein fester Bestandteil meiner Arbeit sind. Im Yoga nennt man diese Praxis Pranayama.

Für mich ist Pranayama weit mehr als nur bewusstes Atmen. Es ist ein sanfter Weg, wieder bei sich selbst anzukommen. Wenn der Atem bewusst wird, beruhigt sich nach und nach der Geist, der Körper entspannt sich, innere Anspannung löst sich und es entsteht ein Gefühl von Präsenz im Hier und Jetzt.

Es gibt viele verschiedene Pranayama-Techniken. In meinen Sitzungen wähle ich die Atemübungen individuell – abgestimmt auf den jeweiligen Menschen und seine aktuelle Verfassung. Ich arbeite unter anderem mit der vollständigen yogischen Atmung, der rhythmischen Atmung, Bhastrika, Kumbhaka und weiteren Atemtechniken. Jede wirkt auf ihre eigene Weise: Manche schenken neue Energie, andere fördern tiefe Entspannung, wieder andere bringen Klarheit und innere Balance.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht hat bewusstes, langsames Atmen einen positiven Einfluss auf unser Nervensystem. Studien zeigen, dass dadurch das parasympathische Nervensystem aktiviert wird – jener Teil unseres Körpers, der für Regeneration, Erholung und das Gefühl von Sicherheit verantwortlich ist. Der Herzschlag verlangsamt sich, Stress wird reduziert, die Konzentration verbessert sich und die Körperwahrnehmung wird gestärkt.

Doch das Wertvollste an Pranayama lässt sich nicht mit Messgeräten erfassen.

Es lehrt uns, wieder auf uns selbst zu hören.

Oft leben wir im Autopilot-Modus. Unsere Gedanken kreisen um die Zukunft oder hängen in der Vergangenheit fest. Der Atem wird flach – und mit ihm verschwindet auch das Gefühl der inneren Stabilität. Schon wenige Minuten bewusstes Atmen können diesen Zustand verändern. Die Welt um uns herum bleibt dieselbe, doch in unserem Inneren entsteht Ruhe.

Genau deshalb sind Atemübungen ein fester Bestandteil meiner Tantra-Sitzungen. Bevor sich der Körper vollständig entspannen kann, braucht er ein Gefühl von Sicherheit. Und der Atem ist einer der natürlichsten und sanftesten Wege, dieses Gefühl entstehen zu lassen.

Ich sage meinen Gästen oft:

„Dein Atem ist die Brücke zwischen Körper, Geist und Seele. Wenn du lernst, bewusst zu atmen, lernst du, jederzeit zu dir selbst zurückzufinden.“

Vielleicht beginnt der Weg zu mehr innerer Ruhe mit einem einzigen bewussten Atemzug. Und dieser Weg ist näher, als wir oft glauben.